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Landlust, Landfrust oder beides? – Aktuelle Anmerkungen zu gleichwertigen Lebensbedingungen in Stadt und Land

Dieser Beitrag ist in der zfv 3/2019 erschienen.

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Die Diskussion über gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland hat Hochkonjunktur. Bayern hat mit seinem Modell der Räumlichen Gerechtigkeit hierzu eine ethisch fundierte wissenschaftliche Vorlage insbesondere zur Stärkung der gefährdeten ländlichen Räume gesetzt. Nun wird es darauf ankommen, ob dem Versprechen objektiv nachvollziehbare und bewertbare Taten folgen, um statt Landfrust und Landflucht den Menschen bessere Chancen für ein gutes Leben auf dem Lande mit viel Lust am Land zu verhelfen. Damit entspräche die Politik den tief verankerten menschlichen Bedürfnissen nach Sicherheit und Geborgenheit gebenden Entschleunigungs- und Resonanzräumen in Zeiten disruptiver Veränderungen. Landentwicklung wird zur Entwicklung des Sozialpotenzials.

The discussion about equivalent living conditions in Germany is booming. With its model of territorial justice, Bavaria has set an ethically sound scientific model, particularly for strengthening threatened rural areas. Now it will depend on whether the pledge is followed by coherent and objectively assessable actions, in order to give people better chances for a good life in the countryside, which generates desire to live in these areas instead of frustration and rural exodus. This way, policy would comply with the deeply rooted human needs for security and feeling of safety provided by spaces for slowing down and resilience in times of disruptive changes. Rural Land management becomes a means for development of social potential.

10.12902/zfv-0258-2019

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