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Auf dem Weg zu einem Digitalen Zwilling von Deutschland

Dieser Beitrag ist in der zfv 6/2021 erschienen.

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Ein hochauflösendes, digitales Abbild Deutschlands soll Behörden dabei unterstützen, aktuelle Herausforderungen wie Klimawandel, steigender Flächenverbrauch oder soziodemografischer Wandel adäquat und ganzheitlich anzugehen. Als Ausgangsbasis wird ein einheitliches und für Deutschland flächendeckendes hochpräzises 3D-Modell auf Basis modernster, luftgestützter Laserscan-Technologie entwickelt. Die geplante Laserscan-Befliegung soll einen Datensatz mit einer Auflösung von mindestens 40 Punkten pro Quadratmeter liefern. Die 3D-Daten werden in einem nächsten Schritt in einer cloudbasierten Datenhaltungs- und Analyseplattform mit anderen Basis- und Fachdaten verknüpft. Die Machbarkeit dieses Vorhabens wird aktuell in einem Demonstrationsvorhaben in Zusammenarbeit mit der Freien und Hansestadt Hamburg eruiert.
Als zentraler Geodatenbroker des Bundes will das BKG vorrangig der Bundesverwaltung neueste technische Möglichkeiten im Bereich des Geoinformationswesens erschließen und anbieten. Das Vorhaben soll darüber hinaus die Interoperabilität, den Austausch und die intensive Zusammenarbeit zwischen den Stellen des Bundes und deren Partnern auf Länder- und Kommunalebene fördern. Das BKG folgt mit diesem Vorhaben einer Initiative der Europäischen Kommission, die ihrerseits einen Digitalen Zwilling für die gesamte Erde entwickelt. Das Vorhaben des Bundes wird in diesen internationalen Kontext eingebettet und damit zum nationalen Beitrag Deutschlands für den Digitalen Zwilling der EU.

A high resolution, digital twin of Germany will enable Federal and Local Authorities to address current issues, such as adapting to climate change, increased land use or sociodemographic changes in an efficient and also holistic way. The first step is the development of a countrywide areal LiDAR-scan based 3D model. The LiDAR survey will have a resolution of at least 40 points per square meter. These data will be linked with many other geospatial datasets in a cloud-based data management platform. BKG is currently creating a first prototype in cooperation with the city of Hamburg for demonstrating the feasibility of the concept.
As the central geodata provider inside the Federal Administration, the German Federal Agency for Cartography and Geodesy (BKG) will offer new capabilities to its clients. In addition, it will promote interoperability and cooperation between public authorities. The project follows an initiative of the European Commission to create a digital twin of our globe. The digital twin of Germany will be integrated into this pan-European venture.

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DOI: 
10.12902/zfv-0379-2021

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