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Schwereanomalien in Baden-Württemberg

Dieser Beitrag ist in der zfv 4/2019 erschienen.

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Das Schweresignal der Erde spiegelt die Dichte- und Massenverteilung sowie die Rotation des Erdkörpers wider. Es ist dominiert vom sogenannten Zentralterm der Erde und ihrer Abplattung an den Polen. Mittel- bis hochfrequente spektrale Anteile sind durch Dichteanomalien und topographische Massen induziert.
Für das Gebiet von Baden-Württemberg werden, basierend auf hochaufgelösten terrestrischen Daten, verschiedenste Schwereanomalien berechnet. Während die Freiluft- und Faye-Anomalie noch deutlich von der Topographie geprägt sind, zeigen die Bougueranomalien einen geglätteten Verlauf. Nach Anbringen der isostatischen Reduktion sinkt die Variation der Anomalie nochmals deutlich ab. Aus einem Vergleich mit Anomalien, die aus Schwerefeldsatellitenmission abgeleitet sind, ist ersichtlich, dass letztere eine geringere räumliche Auflösung aufweisen.

The Earth’s gravity signal reflects the density and mass distribution as well as the rotation of the Earth. It is dominated by the so-called central term of the Earth and its flattening at the poles. Medium to high frequency spectral components are induced by density anomalies and topographical masses.
A wide range of gravity anomalies are calculated for the Baden-Württemberg area, based on high-resolution terrestrial data. While the Free-air anomalies and Faye anomalies are clearly influenced by the topography, the Bouguer anomalies show a smoothed behavior. After applying the isostatic reduction, the variation of the anomalies decreases significantly. A comparison with anomalies derived from gravity field satellite missions clearly shows that the latter have a lower spatial resolution.

10.12902/zfv-0267-2019

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