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Vom Wachstum zur Schrumpfung – Ein Beitrag zum neuen Planungsverständnis für Städte und Dörfer im demografischen Wandel

Dieser Beitrag ist in der zfv 1/2013 erschienen.

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Die Entwicklung der Städte und Dörfer wird immer stärker durch Gleichzeitigkeit und räumliche Nachbarschaft von Wachstum und Schrumpfung geprägt. Der demografische und wirtschaftliche Strukturwandel sowie die andauernde Suburbanisierung mit der Folge der Funktionsentleerung zahlreicher Innenstadtbereiche werden dafür als maßgebliche Ursachen genannt. Verödung von Innenstädten und Ortskernen, strukturelle Gebäudeleerstände und Brachflächen sowie die Gefährdung der Daseinsvorsorge sind einige der oftmals kumulierenden Problemlagen. Die klassischen Strategien des Städtebaus mit wachstumsorientierten Ansätzen und angebotsorientierter Planung führen allein nicht mehr zum Erfolg. Der Umbau der Städte und Dörfer zeichnet sich daher schon seit mindestens zwei Jahrzehnten als zentrale Herausforderung und wichtige Daueraufgabe im Städtebau ab. Der Wechsel vom Wachstum zur Schrumpfung und die damit verbundenen neuen Aufgaben erfordern nicht nur innovative Strategien, sondern auch ein neues Planungsverständnis.

Development of towns and villages is characterised by simultaneous growth and shrinkage side by side. Decisive reasons are the demographic and economic structural change as well as the constantly suburbanisation with the effect of losing functionalities of inner-city areas. Further problems are desolation of inner-city areas and centres, significant building vacancy, existence and expansion of brownfields and endangering the supply with public services. Familiar strategies of urban development with offer-oriented planning and growth-oriented approaches do not longer succeed in any case. Redevelopment of towns and villages has been a central and permanent challenge in the process of urban development for at least the last two decades. Innovative strategies and a new understanding of planning are prerequisite for a successful change from growth to shrinkage.