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OpenStreetMap im Kontext kulturlandschaftlicher Fragestellungen – Ein Qualitätsvergleich mit Blick auf Landnutzungen und Landbedeckungen

Dieser Beitrag ist in der zfv 1/2018 erschienen.

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Zusammenfassung: 

Das Projekt OpenStreetMap bietet kostenfreie Geodaten, die aus dem Internet bequem – beispielsweise ohne vorherige Registrierung und längere Wartezeiten – bezogen werden können. Die Community von OpenStreetMap ist prinzipiell weltweit vertreten; abweichende staatlich-administrative Verantwortlichkeiten für die Datenerhebung (inklusive unterschiedlicher Lizenzierungsphilosophien) kennt das Projekt nicht. Diese Charakteristika machen OpenStreetMap attraktiv für Forschungsprojekte wie Regiobranding, das in mehreren Bundesländern Kulturlandschaften nach ihren Besonderheiten untersucht und dessen Ergebnisse auf andere Regionen (national wie international) übertragbar sein sollen.
Allerdings werden die Daten von freiwilligen »Mappern« erhoben, die i. d. R. zwar Erfassungsempfehlungen beachten, letztlich jedoch ohne verbindliche Vorschriften agieren. Die Datenqualität hängt folglich in starkem Maße von den Erfassern – ihrer Anzahl, ihren Fertigkeiten und ihren Kenntnissen – ab. Deshalb ist es für die Verwendung von OpenStreetMap-Daten in fachspezifischen Anwendungen von zentraler Bedeutung, ihre Qualität im jeweiligen Untersuchungsgebiet mit Blick auf das relevante Fachthema einschätzen zu können.
Der Artikel beschreibt das Vorgehen und die Ergebnisse einer Qualitätsbestimmung für Daten aus OpenStreetMap im Gebiet der Hansestadt Lübeck. Die Qualität wird anhand eines Vergleichs mit dem amtlichen Datensatz ATKIS-Basis-DLM und mit Blick auf die Qualitätsparameter der Vollständigkeit sowie der thematischen Genauigkeit ermittelt. Inhaltlich legt der Vergleich einen Schwerpunkt auf das Themenfeld »Landnutzung und Landbedeckung«.

Summary: 

The OpenStreetMap project offers geo data that is free of charge and accessible via the internet without registration or considerable delivery time. Furthermore, the project’s community operates worldwide and is not bound to (differing) data gathering responsibilities or licensing philosophies of public authorities. These aspects are attractive for a research project like Regiobranding that aims at investigating characteristics of cultural landscapes in different German federal states and tries to transfer findings and methods to other regions (in Germany and abroad).
However, OpenStreetMap data is gathered by volunteers. These voluntary mappers usually follow recommended mapping instructions. As following these instructions is not mandatory, data quality strongly relies on the mappers’ skills and number. Consequently, assessing the data quality for a certain study area is crucial for using OpenStreetMap in real world use cases.
This paper presents a quality assessment for OpenStreet­Map data in the city of Lübeck in northern Germany, focusing on land use and land cover. The assessment is conducted by comparing OpenStreetMap with the authoritative data set ATKIS-Basis-DLM and by applying the quality parameters of completeness and thematic accuracy.

Beitrag als PDF: 
DOI: 
10.12902/zfv-0190-2017