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Von der Landwirtschaftsanpassung in Wendezeiten zur Integrierten Ländlichen Entwicklung in den neuen Ländern

Dieser Beitrag ist in der zfv 2/2008 erschienen.

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Zusammenfassung: 

Am Beispiel der neuen Länder wird der schwierige Weg von der Umstrukturierung des Agrarsektors und der nach den sozialistischen Veränderungen zu DDR-Zeiten notwendigen Neugestaltung von Bodeneigentum und Landnutzung nach rechtsstaatlichen und marktwirtschaftskonformen Grundsätzen bis zum heutigen modernen Ansatz der integrierten, nachhaltigen Entwicklung ländlicher Räume aufgezeigt. Die Instrumente für Bodenordnung und Landmanagement spielen in diesem Prozess stets eine gesellschaftspolitisch unverzichtbare Rolle. Aktuelle Rahmenbedingungen wie fortschreitende Globalisierung, Klimaveränderungen, demographischer Wandel, Verlust an Biodiversität, Konkurrenzen zwischen energetischer Flächennutzung und Nahrungsgüterproduktion und ökonomische Schrumpfung in abgelegenen, strukturschwachen ländlichen Regionen erfordern eine inhaltliche und organisatorische Neuausrichtung von ländlichen Anpassungsstrategien. Schlüsselbegriffe sind dafür das Prinzip der eigenständigen Entwicklung ländlicher Räume statt uniformer Lösungen, neue regionale Verantwortungsgemeinschaften als Entwicklungspartnerschaften aller maßgeblichen Akteure sowie die enge Einbindung privatwirtschaftlicher Planungs- und Ingenieurbüros in ein Regionalmanagement.

Zusammenfassung: 

The difficult road from the restructuring of the farming sector and the reorganisation of land property and land use after the changes during communist times in East Germany in accordance with the rule of law and of the market to the present modern approach of integrated, sustainable development of rural spaces is illustrated by the example of the eastern German federal states. The tools of land tenure and land management have always played a crucial socio-political part in this process.
Current framework conditions such as the demographic change, continuing globalisation, and economic shrinkage in out-of-the-way rural regions with weak structural patterns require a reorientation of the rules of rural adjustment in terms of content and organisation. Key terms in this process are the principle of independent development of rural spaces to replace uniform solutions, new regional partnership of responsibility as development communities of all major actors and the direct involvement of private planning and engineering offices in regional development patterns.

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