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Public-Private SDI Challenges in Germany

Dieser Beitrag ist in der zfv 5/2009 erschienen.

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Zusammenfassung: 

Nach der Einrichtung der grundlegenden technischen und organisatorischen Strukturen wird die Entwicklung der Geodateninfrastruktur Deutschlands nunmehr zum Anwendungsschwerpunkt. Dies führt zu neuen Diskussionen über die Schnittstelle zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor und über die Rollen der verschiedenen Beteiligten. Erste öffentlich-private Wertschöpfungsketten wurden realisiert. Die öffentlichen und privaten Nutzergruppen organisieren sich, um ihre Interessen zu vertreten und Lösungen zu optimieren. Auf lokaler und regionaler Ebene bilden sich Initiativen, die ihre eigenen GDI-Lösungen mit öffentlichen und privaten Beteiligten entwickeln. Andererseits berühren die INSPIRE-Herausforderungen Deutschland als föderalen Staat auf allen Verwaltungsebenen, von Kommunen und Ländern bis zum Bund. Daneben ist die nationale Umsetzung der PSI-Richtlinie durch zwei Gesetze, das Informationsfreiheitsgesetz und das Informationsweiterverwendungsgesetz, ein Anlass für eine Grundsatzdiskussion über den Zugang privater Nutzer zu öffentlichen Daten. Zurzeit werden GDI-Standards durch die interessierten Kreise entwickelt und getestet. Ein grundlegendes Problem ist die nachhaltige Pflege der einmal eingeführten Standards. Auf nationaler Ebene ermöglicht das Vorhaben Deutschland Online – Geodaten als Teil der nationalen eGovernment-Initiative interessierten Stellen, sich unter seinem Dach zu organisieren und Anwendungen nach dem Prinzip »Einige für Alle« zu entwickeln. Der Autor koordiniert Deutschland Online – Geodaten und ist in dieser Funktion in die Fragestellungen öffentlich-privater Zusammenarbeit involviert. Er berichtet im vorliegenden Beitrag über seine Erfahrungen mit und Sichtweisen auf die angesprochenen Fragestellungen.

Summary: 

After the establishment of the basic technical and organisational structures, SDI development is now part of the application domain in Germany. This leads to new discussions on the interface between the public and private sectors and the roles of the different actors. First public-private value adding chains have successfully been built. The public and private user communities are organizing themselves to express their interests and to optimize solutions. Strong initiatives are coming up on the regional and local level, building their own SDI solutions with private and public participants. On the other hand, the INSPIRE challenges are affecting the local, State and the federal level in Germany as a federal nation. In addition, the legal realization of the PSI Directive by two German laws, one law on information liberty and one law on the reuse of public sector data, is the source for a principle debate on public data access by private users. Currently SDI-based standards are being developed and tested by the interested communities. A basic problem is sustainable maintenance of these standards. On the national level, Germany-Online Geo-Data (»Deutschland Online – Geodaten«) is part of the national German e-government initiative and gives interested groups the opportunity to organize themselves under it’s umbrella and to develop applications following the principle »few for all«. The author is the co-ordinator of Germany Online Geo-Data, and is in this role involved in the field of public-private co-operation and will report about his experiences and views on the above mentioned topic.

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