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Erfahrungen im Gravimeterkalibriersystem Zugspitze

Dieser Beitrag ist in der zfv 3/2009 erschienen.

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Zusammenfassung: 

In den Jahren 2004 und 2005 ist im Raum Garmisch-Partenkirchen – Wank – Zugspitze ein neues Kalibriersystem für Relativgravimeter eingerichtet worden. Dieses System zeichnet sich durch sehr große Schweredifferenzen von bis zu 528 mGal bei kurzen Transportzeiten aus und eignet sich sehr gut für die Kalibrierung von Scintrex-Gravimetern. In einer fast zweijährigen Zeitserie mit monatlichen Beobachtungen wurde das Kalibriersystem auf die typische Variabilität der absoluten Schwerewerte untersucht. Die beobachteten Variationen lassen sich zu einem Großteil geophysikalischen Vorgängen wie der gravitativen Anziehung durch Schnee zuordnen. Gleichzeitig wurde das Verhalten der verwendeten Relativgravimeter eingehend studiert. Die aus der Einrichtung des Kalibriersystems und der Analyse der Zeitreihe von Kalibriermessungen gewonnenen Erfahrungen sind dargestellt und diskutiert. Eine weitere Nutzung des Kalibriersystems wird angeregt.

Summary: 

In 2004 and 2005, a new calibration system for relative gravimeters has been established in the area of Garmisch-Partenkirchen – Wank – Zugspitze. The key advantage of this calibration system is the large gravity range of up to 528 mGal with short transport time allowing the highly accurate calibration of Scintrex relative gravity meters. Monthly calibration experiments have been carried out in a time series of almost two years to test the temporal variability of absolute gravity values. A large part of the observed variations can be assigned to gravitative effects of environmental mass changes (foremost snow). The time series was used for analyzing the characteristics of the used relative gravity meters. The attained experience from the establishment of this relative gravity meter calibrating system along with the analysis of the time series of calibrating experiments are described and discussed. A further utilization of the calibrating system is encouraged.

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