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Die Atmosphäre als Fehlerquelle und Zielgröße in der Geodäsie

Dieser Beitrag ist in der zfv 2/2010 erschienen.

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Zusammenfassung: 

Für die Auswertung hochgenauer geodätischer Raumverfahren ist die Refraktion der verwendeten Signale in der Erdatmosphäre zu berücksichtigen. Es ist bekannt, dass diese Effekte eine der größten Fehlerquellen für geodätische Raumverfahren und deren Anwendungen wie Positionierung und Navigation darstellen. Erst seit relativ kurzer Zeit dagegen werden atmosphärische Parameter als Zielgrößen der Geodäsie verstanden und mithilfe geodätischer Messungen ermittelt. Die damit erzeugten Modelle können nicht nur zur Verbesserung der geodätischen Beobachtungen selbst herangezogen werden, sondern helfen auch Nachbardisziplinen wie der Meteorologie oder der Atmosphärenphysik bei der Interpretation atmosphärischer Phänomene. Am DGFI ist die Ableitung von Atmosphärenparametern als Beitrag zur Erforschung des Erdsystems seit einigen Jahren fester Bestandteil des Forschungsprogramms.
[Literatur- und Autorenverzeichnis] 

Zusammenfassung: 

For each application of space-geodetic techniques it is necessary to consider the propagation characteristics of the used signals within the Earth’s atmosphere. It is well-known that errors in atmospheric delay corrections are one of the main error sources for applications such as positioning and navigation. However, the estimation of atmospheric parameters from geodetic measurements is only done for several years. The estimated models can help improving other geodetic observations but are also very helpful for neighboring disciplines such as weather forecast or physics. At DGFI, the atmospheric research is part of the studies of the system earth and global dynamic processes and is integrated in the research program for many years.
[References and authors]