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Die Polbewegung aus den Beobachtungen von F.W. Bessel 1842–1844

Dieser Beitrag ist in der zfv 6/2011 erschienen.

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Zusammenfassung: 

F.W. Bessel hat sehr früh Breitenschwankungen der Erde für möglich gehalten. Ein Meridiankreis der Gebrüder Repsold, der 1841 nach Königsberg geliefert wurde, sollte u.a. diese Frage entscheiden. Bessel beobachtete bis zu seinem Tode 1846 insbesondere den Polarstern und zwar im direkten und im reflektierten Licht, um Biegungseffekte zu eliminieren. Seine Mitarbeiter konnten die Beobachtungen herausgeben, aber nicht hinsichtlich der Frage der Breitenschwankungen auswerten. Wir versuchen dies nachzuholen, wobei wir eine Reihe von solchen Einflüssen diskutieren, die die gesuchte freie Polbewegung der Erde (»Chandler wobble«) verfälschen könnten. Wir finden eine Amplitude von 0.ʺ15 und eine Phase, die beide mit den Ergebnissen von längeren Reihen aus Pulkovo übereinstimmen.
[Siehe auch zfv 4/2012, 137. Jg., S. 257] 

Summary: 

F.W. Bessel considered early the possibility of latitude variations. He wanted to address observations with the new Repsold meridian circle (delivered to Königsberg in 1841) especially to this problem. His death in 1846 and losses amongst his collaborators hampered the complete treatment of the data. We concentrate on those of Polaris, always observed in direct and reflected light, thus eliminating flexure. After discussing a number of possible disturbing effects, we arrive at an amplitude of the Chandler wobble of 0.ʺ15 and a phase in agreement with longer series of observations at Pulkovo.
[See also zfv 4/2012, vol. 137, p. 257]

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