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Angepasste Methoden der Deformationsanalyse für die geodätischen Messungen in Südwestisland

Dieser Beitrag ist in der zfv 6/2004 erschienen.

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Zusammenfassung: 

Die Analyse von 2D-Deformationen auf der Basis der Trennung von Objekt- und Stützpunktfeld mit Hilfe einer kombinierten Rückwärts-/Vorwärtsstrategie ist unter bestimmten Bedingungen für den Einsatz im tektonisch aktiven Gebiet ungeeignet. Ein derartiges Netzbeispiel ist das Braunschweiger Netz in Südwestisland. Mit Hilfe eines alternativen funktionalen Ansatzes zur robusten, blockweisen Mehrepochen-Deformationsanalyse kann das Problem umgangen werden. Als Ergebnis lässt sich für die frühen geodätischen, terrestrischen Messungen in Südwestisland eine signifikante Divergenzbewegung nachweisen. Diese macht für den untersuchten Zeitraum in der Westlichen Vulkanischen Zone Islands etwa ein Fünftel der relativen Gesamtbewegung zwischen der Nordamerikanischen und der Eurasischen Kontinentalplatte aus.

Zusammenfassung: 

The two-dimensional deformation analysis based on separated reference and object points using the combined backward/forward strategy is under certain circumstances not suitable for networks in tectonically active areas. Such an example can be found in the Braunschweig network in Southwest Iceland. An alternative functional approach of a robust multi-epoch deformation analysis considering the tectonic block motions can solve these problems. As result one yields a significant divergent plate motion by using the early geodetic terrestrial measurements. This motion represents the fifth part of the total relative motion between the North American and the Eurasian continental plate during the investigated period.