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Alternativen bei der Modellierung der Unsicherheit beim Messen

Dieser Beitrag ist in der zfv 6/2004 erschienen.

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Zusammenfassung: 

Ein Messergebnis wird erst dann als vollständig angesehen, wenn es mit einer quantitativen Angabe zur Genauigkeit bzw. Unsicherheit versehen ist. Für die geodätische Praxis von besonderem Interesse sind Unsicherheitsmaße, die sich im statistischen Sinne konsistent interpretieren lassen, unabhängig davon, ob sie sich auf ursprüngliche oder abgeleitete Größen wie z. B. Punktkoordinaten beziehen. In diesem Beitrag werden verschiedene Möglichkeiten vorgestellt und diskutiert, mit denen die Unsicherheit beim Messen und ihre Übertragung auf abgeleitete Größen modelliert werden kann. Ein Vergleich auf Grundlage eines praxisorientierten Anforderungskatalogs an Unsicherheitsmaße legt nahe, die systematische Komponente der Unsicherheit nicht als Zufallsgröße, wie z. B. im »Guide to the expression of uncertainty in measurement (GUM)« vorgeschlagen, sondern verteilungsfrei anzusetzen.

Summary: 

In geodesy it is required to assign an uncertainty measure to the results of measurement. Mostly relevant for geodetic practice are uncertainty measures which can be interpreted in a statistical meaning and which can be propagated consistently to derived quantities such as point coordinates. In this paper, various possibilities are studied and compared which have been proposed in the literature. For this purpose a catalogue of requirements is formulated regarding practical needs. As the main result, distribution-free modelling of the systematic component of the uncertainty measure seems to be more adequate than choosing a stochastic approach. This is in contrast to the recommendations of the »Guide to the expression of uncertainty in measurement (GUM)«.

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