Startseite | zfv | GPS Estimates of Postglacial Uplift in Fennoscandia

GPS Estimates of Postglacial Uplift in Fennoscandia

Dieser Beitrag ist in der zfv 3/2004 erschienen.

Zusammenfassung / Summary / kostenfreier PDF-Download
Zusammenfassung: 

Als Folge anhaltender postglazialer isostatischer Ausgleichsbewegung kommt es in Fennoskandien zu Landhebungen. Um die Größe der derzeitigen Höhenbewegungen zu bestimmen, wird ein Netz von permanenten GPS-Stationen analysiert. Dazu werden drei Jahre kontinuierlicher GPS-Messungen von Oktober 2000 bis September 2003 ausgewertet. Die in einem geozentrischen Referenzsystem bestimmten Höhenbewegungen erreichen bis zu 9 mm/a im Zentrum Fennoskandiens. Neben diesen linearen vertikalen Geschwindigkeiten wird eine Reihe weiterer Parameter in einer gemeinsamen Ausgleichung geschätzt. Dazu gehören die mittleren ellipsoidischen Höhen aller Stationen, die sich auf die Epoche 2002.0 und auf einen lokalen Referenzluftdruck beziehen, und durch Änderung von Antennenkonfigurationen bedingte Sprünge in den geschätzten Höhen. Zusätzlich werden stationsabhängige atmosphärische Druckauflastkoeffizienten, Signale mit Jahresperiode sowie unregelmäßige und kurzzeitige lokale systematische Höhenfehler geschätzt. Es scheint, dass der letztgenannte Effekt durch Akkumulation von Schnee auf GPS-Antennen hervorgerufen wird.

Zusammenfassung: 

Due to ongoing postglacial rebound Fennoscandia is subject to land uplift. In order to determine the present-day uplift rates, a network of permanent GPS stations is analysed. Three years of continuous GPS measurements between October 2000 and September 2003 are processed. The uplift rates estimated in a geocentric reference frame reach as much as 9 mm/yr in the central part of the uplift area. Besides these linear velocities various other parameters are estimated in a common adjustment. These include mean ellipsoidal station heights, referring to epoch 2002.0 and a local reference pressure, and height discontinuities due to antenna configuration changes. In addition, site dependent atmospheric pressure loading coefficients, annual sinusoidal signals as well as irregular and short-period local height biases are estimated. It seems that the latter phenomenon can be attributed to snow accumulation on the GPS antenna.