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Herausforderung »Landentwicklung« – Ein Rückblick

Dieser Beitrag ist in der zfv 2/2004 erschienen.

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Zusammenfassung: 

Die Leitlinien Landentwicklung fordern einen integrierten Entwicklungsansatz unter Beteiligung der Bevölkerung zur Sicherung der Attraktivität ländlicher Räume als Lebens- und Wirtschaftsraum. Dies ist heute so aktuell wie vor fünf Jahren. Im Mittelpunkt stehen bei den Leitlinien Landentwicklung Bodenordnung (Flurbereinigung), Dorferneuerung und Agrarstrukturelle Entwicklungsplanung. Der Bund beteiligt sich über die Gemeinschaftsaufgabe »Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes« (GAK) an der Förderung dieser Instrumente. Angesichts einer zunehmenden Entkoppelung landwirtschaftlicher Produktion von den dörflichen und regionalen Lebenszusammenhängen sind jetzt weitere Schritte in Richtung einer integrierten ländlichen Entwicklung erforderlich. Dazu müssen über die bisherigen Ansätze hinaus ländliche Regionen verstärkt als Einheit verstanden und Lösungsansätze aus den Regionen selbst entwickelt werden. Dazu dienen Regionalentwicklungskonzepte und Regionalmanagement. Damit können Maßnahmen zur Erschließung von Einkommenschancen auch außerhalb der landwirtschaftlichen Primärproduktion erheblich erfolgreicher umgesetzt werden als bei isolierten, nicht aufeinander abgestimmte Maßnahmen. Diese Erkenntnis folgt aus den Erfahrungen mit der Gemeinschaftsinitiative LEADER und dem nationalen Modell- und Demonstrationsvorhaben »Regionen aktiv – Land gestaltet Zukunft«. Diese Erfahrungen sollten nun auch in der »Mainstream«-Förderung umgesetzt werden. Bund und Länder sollten sich dabei auf die Rahmensteuerung durch die GAK beschränken. Den Regionen fällt dann die Aufgabe zu, ihre Ziele zu konkretisieren, geeignete Strategien und Projekte zu identifizieren und umzusetzen.

Summary: 

The guidelines on rural development require an integrated approach to development involving the population to ensure the attractiveness of rural areas as places to live in and work at. This is as topical today as five years ago. The guidelines focus on rural development, land division (land consolidation), village renewal and development planning for agricultural structures. The Federal Government contributes to promoting these instruments via the Joint Task for the Improvement of Agricultural Structures and Coastal Protection (GAK). In view of the increased decoupling of agricultural production from village and regional living environments, further steps are now required towards integrated rural development. Going beyond previous approaches, rural regions must increasingly be seen as a unified whole. The regions themselves must develop approaches to solving problems. Regional development programmes and regional management serve this purpose. They can help to implement measures to tap income opportunities – beyond agricultural primary production as well – in a far more successful way than isolated and uncoordinated measures. This insight ensues from the experience with the Community initiative LEADER and the national pilot and demonstration project »Active Regions – Shaping Rural Futures«. These experiences are now also to be implemented in »mainstream« support. In the process the Federal Government and the Länder should confine themselves to the framework control through GAK. The task of specifying their targets, identifying and implementing suitable strategies and projects is then incumbent on the regions.

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