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Ländliche Entwicklung in Nordrhein-Westfalen im Spannungsfeld gesellschaftlicher Anforderungen

Dieser Beitrag ist in der zfv 4/2010 erschienen.

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Zusammenfassung: 

Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste Land der Bundesrepublik Deutschland. Durch die dicht besiedelten, industriell geprägten Ballungsgebiete an Rhein und Ruhr wird häufig nicht wahrgenommen, dass ca. 75 % der Landesfläche land- und forstwirtschaftlich genutzt werden und dass rund ein Drittel der Bevölkerung in den Gemeinden der ländlich strukturierten Landkreise lebt.
Vitale und wirtschaftsstarke ländliche Räume mit einer wettbewerbsfähigen Landwirtschaft, die ihre vielfältigen Funktionen als Wohn- und Wirtschafts-, als Natur- und Landschafts- und als Freizeit- und Erholungsraum erfüllen können, sind die Ziele der Politik für die ländliche Entwicklung in Nordrhein-Westfalen.
Zur Bewältigung der Herausforderungen, denen sich die ländlichen Regionen auch in Nordrhein-Westfalen zu stellen haben – zu nennen wären beispielsweise der Agrarstrukturwandel, der demographische Wandel, die Globalisierung der Märkte, Klimawandel, Ressourcenverknappung oder der Übergang zur Wissensgesellschaft – stellt Nordrhein-Westfalen mit den Instrumenten der integrierten ländlichen Entwicklung Kommunen, Bürgern oder landwirtschaftlichen Betrieben wirkungsvolle Hilfen zur Verfügung. Für eine erfolgreiche ländliche Entwicklung bedarf es einer regionalen und integrierten Betrachtungsweise der ländlichen Regionen, in die die Akteure vor Ort mit ihrem Wissen und ihren Potenzialen einbezogen werden müssen.

Summary: 

North Rhine-Westphalia is the most populous state of the Federal Republic of Germany. People often realize only the densely populated and industrially shaped agglomeration areas at the rivers Rhine and Ruhr and misjudge, that about 75 % of the state area is used by agriculture and forestry. About one-third of its population live in municipalities with a rural structure.
The rural areas have to face different challenges, for example change of agriculture, demographic shift, globalisation of markets, climate change, shortage of resources and the trend towards a knowledge economy.
Policy aims are the conservation and development of lively and powerful rural areas with versatile functions for living and economy, for nature and cultural landscape and for recreation.
For this purpose the government of North Rhine-Westphalia provides several effective instruments to public and private authorities like municipalities, villagers or farmers. For a successful rural development a regional and integrated approach is necessary, in which local stakeholders can participate and bring in their knowledge and their capabilities.